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Branchennews 05/11

Pünktlich zum Tag der Arbeit erhalten Zeitarbeiter abhängig von Bundesland und Entgeltstufe, welche nach dem iGZ-DGB-Tarifvertrag entlohnt werden, am 01. Mai. 2011 umfangreiche Gehaltserhöhungen des Stundenlohns.

Der Stundenlohn steigt in der Entgeltgruppe E1 von 7,60 Euro auf dann 7,79 Euro. In den neuen Bundesländern wird um 24 Cent je Stunde auf 6,89 Euro erhöht. Doch auch Fachkräfte profitieren von den Lohnsteigerungen. In der Entgeltgruppe 2 steigt der Lohn beispielsweise von 8,22 auf 8,42 Euro, E3 steigt von 9,50 auf 9,84 Euro. In der untersten Entgeltgruppe steigt der Lohn in zwei Stufen bis zum 1. November 2012 auf 8,19 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten. 

Doch diese neuen Lohngesetze dienen nicht nur zur Freude der Beschäftigten, sie helfen auch die gesamte Branche vor einem Niedriglohnkampf zu bewahren und sichern langfristig faire Wettbewerbschancen für alle Unternehmen auf dem Markt. Denn ebenfalls zum 01. Mai diesen Jahres ist das Gesetz der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft getreten, welches besagt, dass nun auch Zeitarbeiter aus dem Osten Europas (Polen, Tschechien oder Litauen) in Deutschland tätig sein dürfen.

Die Angst vieler Unternehmen von günstig angebotener Arbeitskraft aus dem Ausland überrannt zu werden steigt dadurch enorm. Da kürzlich die Aufnahme der Zeitarbeit in das Arbeitnehmerentsendegesetz  (Erläuterung siehe „Branchennews  01/2011“) gescheitert ist, versucht die Politik nun mit einer Lohnuntergrenze für Zeitarbeiter Schutz vor Lohndumping und unfairem Wettbewerb zu bieten, welche tarifvertraglich geregelt ist. Somit müssen die angestellten Zeitarbeiter, egal welcher Herkunft und Staatsbürgerschaft mit einer Art „Mindestlohn“ entlohnt werden, welcher rechtlich und vertraglich nicht unterboten werden darf.

Anna Rathey