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Es wird teuer!

Mit der Urteilsbegründung zum Prozess rund um die Tariffähigkeit der Christlichen Gewerkschaft für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen ( CGZP ) ist nun klar, dass auf die 1400 betroffenen Betriebe Kosten in Milliardenhöhe zukommen werden.  

Schon in einem Beschluss vom 14.12.2010 hatten die obersten Arbeitsrichter in Erfurt der Tarifgemeinschaft ihre Tariffähigkeit abgesprochen, da die aufgesetzten Verträge nicht auf alle Bereiche der Zeitarbeitsbranche zutreffend seien.

Laut dem Bundesarbeitsgericht können Zeitarbeiter, welche seit 2005 ein Arbeitsverhältnis basierend auf eben diesen Tarifverträgen abgeschlossen haben nun Klage einreichen.

Durch die Nichtigkeit der Verträge haben die Zeitarbeiter die selben Lohnansprüche wie die Stammbelegschaft des jeweiligen Unternehmens und können so die entstandene Lohndifferenz einklagen
(" equal- pay- Prinzip").

Doch nicht nur diese Kosten gilt es für die Betriebe jetzt zu bewältigen. Zusätzlich melden auch die Sozialversicherungen ihren Anspruch auf eine Nachzahlung der Versicherungsbeiträge an. Für einen beschäftigten Zeitarbeiter zahlt ein Unternehmen deutlich weniger Sozialabgaben wie beispielsweise in die Rentenversicherung ein, als für einen im Betrieb fest eingestellten Mitarbeiter. Dies wirkt sich zwar positiv auf die Rente der betroffenen Arbeiter aus, könnte jedoch für viele Unternehmen, welche ihre Zeitarbeiter von einer mit dem CGZP- Tarifvertrag arbeitenden Zeitarbeitsfirma beziehen, den finanziellen Ruin bedeuten.