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“Ethisch werden heißt, wahrhaft denkend werden”- (Zitat von Albert Schweizer)

Bereits am 30.01.2012 hat der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitunternehmern e.V. (iGZ) den Entwurf eines sogenannten iGZ-ETHIK-KODEX als Entwurf veröffentlicht und zur allgemeinen Diskussion gestellt. Im Großen und Ganzen soll dieser zukünftig zur "dauerhafte[n] Imageverbesserung" der Zeitarbeitsbranche dienen, so Staatssekretär Dr. Wilhelm D.  Schäffer in seiner Rede vor rund 350 Teilnehmern des iGZ-Landeskongresses NRW in Essen. 

Doch er stellt ebenso deutlich fest, dass der Kodex zwar ein Anfang sei, jedoch nicht alleine ausreichen wird um dieses Ziel zu erreichen und unterstützend "noch bessere gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden" müssen.

Die im Kodex formulierten und verbindlichen Handlungsgrundsätze sollen nun von den iGZ-Mitgliedsunternehmen ausführlich diskutiert und im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 28 März 2012 in Potsdam verabschiedet werden. 

Laut Herrn Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des iGZ, steht der Ethikkodex für eine nachhaltige Qualitätssicherung über die bestehenden gesetzlichen Vorschriften hinaus. 

Mit den durch eine Projektgruppe formulierten ethischen Grundsätzen sollen die iGZ-Mitgliedsunternehmen ganz genau festhalten und dokumentieren können, wo ihre Prioritäten liegen und welche geschäftlichen Grundsätze sie auf unterschiedlichen Ebenen vertreten möchten.

Grundsätzlich wurden vier Handlungsfelder definiert: 

1. iGZ-Mitglieder als Arbeitgeber

2. iGZ Mitlieder als Auftragnehmer

3. iGZ Mitglieder im Wettbewerb

4. iGZ Mitglieder in der Öffentlichkeit, gegenüber Sozialpartnern und Behörden

Für jedes dieser Felder wurden nun schriftlich Grundsätze wie beispielsweise eine Nichtbehinderung des Arbeitnehmers beim Firmenwechsel, eine deutliche Einwilligung des Bewerbers auf die Frage, ob seine Daten auch an andere potentiell Interessierte Unternehmen weitergegeben werden dürfen oder, um den Bewerber zu "schützen", dauerhafte und langfristige Arbeitsplatzanalysen durchzuführen, festgeschrieben.

Deren Nichteinhaltung soll im Ernstfall sogar mit noch nicht definierten Sanktionen geahndet werden. Also abwarten was die Verhandlungen bringen werden.

Anna Rathey