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Seriosität zahlt sich aus!

Fast 70 Millionen Euro müssen nachgezahlt werden. Das ist die Konsequenz aus der Wahl des falschen Tarifvertrages! Die WILHELM Pdl GmbH ist froh darüber, sich von Anfang an für den richtigen Tarifpartner entschieden zu haben, so dass diese Nachzahlungen uns nicht betreffen. Vielmehr haben wir uns nach 20-jähriger Berufserfahrung für das - unserer Meinung nach wesentlich mitarbeiterorientierte - Konzept der gleichen Bezahlung entschieden.

Fast 70 Millionen Euro mussten Zeitarbeitsfirmen, welche als Arbeitsgrundlage die Tarifverträge der CGZP (Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen) abgeschlossen hatten, bis Ende Juli 2012 an die Rentenversicherungen ihrer Arbeitnehmer nachzahlen. 

Bereits im Oktober 2010 wurde der Tarifgemeinschaft ihre Tariffähigkeit aberkannt, da deren geltende Verträge nicht auf alle spezifischen Bereiche der Zeitarbeitsbranche zutreffend seien. Durch die Nichtigkeit der Verträge haben die Zeitarbeiter dieselben Lohnansprüche wie die Stammbelegschaft des jeweiligen Unternehmens und können so die Lohndifferenz einklagen („Equal- Pay- Anspruch“). Ist die Lohndifferenz jedoch nicht mit einem sogenannten vertretbaren Aufwand feststellbar, wird sie durch einen festgelegten Prozentsatz von 24% berechnet und demnach ausgezahlt. 

Ein ebenfalls folgenschweres Problem:

Für beschäftigte Zeitarbeiter zahlt ein Unternehmen deutlich weniger Sozialabgaben als für Mitarbeiter der Stammbelegschaft. Da aber die Zeitabreitnehmer nun als Festangestellte entlohnt werden, werden sie auch bezüglich der Rentenversicherungsbeiträge als feste Mitarbeiter gesehen. Somit muss die entstandene Differenz bezüglich der Sozialabgaben ebenfalls schnellst möglich ausgeglichen werden. Laut den Deutschen Rentenversicherung sei jedoch erst die Hälfte der 3.200 betroffenen Unternehmen geprüft worden und ein Gesamtbetrag von etwa 23 Millionen nacherstattet worden sein.

 Anna Rathey